Krimitagung

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Ende Juni war ich abgesandt nach Frankfurt, zur Veranstaltung „Krimis machen 2“. Eine illustre Runde traf sich bei diesem Symposium rund ums Krimigenre. AutorInnen, VerlegerInnen, LektorInnen, ÜbersetzerInnen, RezensentInnen und viele mehr. Zwei Tage Austausch und Diskussion mit Menschen, denen man den Spaß am Büchermachen anmerkte. Zu Beginn stand die Frage im Raum, was denn ein guter Krimi sei. Die treffendste Antwort kam prompt von Thomas Wörtche: „Ein gutes Buch.“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Doch wie entstehen gute Bücher? Vor allem mit Leidenschaft, es geht nicht um das Ausreizen von Mustern oder darum, Bücher, die erfolgreich laufen, zu kopieren (hier habe ich den Begriff der „Me-to-Bücher“ gelernt). Es geht um die Leidenschaft, die AutorInnen und Verlage mitbringen, gute Krimis und somit auch gute Unterhaltung für Leser zu schaffen, egal wen man anspricht, ob Politkrimi, Regionalkrimi, Psychothriller oder Noir-Literatur, sie alle finden ihre Leser. Wichtig sind die Sprache und die Geschichte, handwerkliches Können (ja, Schreiben ist ein Handwerk, das gelernt werden will), stimmige Figuren und dass die AutorInnen etwas zu sagen haben – so der Tenor, dem ich mich gern anschließe. Als Verlagsmitarbeiterin ist es also meine Aufgabe, unsere AutorInnen zu unterstützen, mit den LektorInnen das Beste aus den Büchern herauszuholen und sie an die LeserInnen zu bringen, vor allem die kleinen unabhängigen Verlage haben hier großes neues Potenzial zu entdecken, AutorInnen aufzubauen und öfter auch mal ein Buch aus Leidenschaft zu machen, statt aus markttechnischen Gründen. Die Leidenschaft an schönen guten Büchern ist es also, die uns antreibt, und wir hoffen, ebenso leidenschaftliche LeserInnen zu finden.
Es war wunderbar, zwei Tage mit leidenschaftlichen Büchermenschen zu verbringen und zu merken, dass diese Leidenschaft bei allen da ist, ob kleiner oder Konzernverlag, RezensentInnen oder AutorInnen, AgentInnen oder ÜbersetzerInnen. Mit allen über das Büchermachen zu reden, neue Bekanntschaften zu schließen, neue Ideen aufzugreifen und weiter an das Medium Buch (auch Ebook) zu glauben.
Babett Taenzer

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