Fragen an Autorinnen: Renée Rauchalles

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Bist du hauptberuflich Schriftstellerin oder hast du noch eine andere Arbeit?
RR: Ich bin noch auf anderen künstlerischen Gebieten tätig wie Malerei, was ich auch unterrichte, ebenso Gesang und Schauspiel, alles greift ineinander.
Wie kamst du zum Schreiben?
RR: Ich habe mit ca. 15 Jahren mit Gedichten begonnen. Veröffentlicht habe ich sehr spät, da ich mit dem Studium und den anderen Berufen (auch als Grafikerin, Schauspielerin und Sängerin an Theatern, u.a. Residenztheater München) so ausgelastet war, dass dafür keine Zeit blieb. Ist leider auch heute noch so, obwohl ich den Unterricht inzwischen stark reduziert habe. Aber durch die Arbeit an literarischen Stoffen mit den Schülern war Literatur und auch das Schreiben für mich immer präsent.
Was war das letzte Buch, das du veröffentlicht hast? Worum geht es? Wie kamst du auf die Storyidee?
RR: „Mir träumte meine Mutter wieder – Autorinnen und Autoren über ihre Mütter“. Auf die Idee zu diesem Buch kam ich durch meine vielen Lyrik-Lesungen. Mir fiel auf, dass nahezu bei allen Dichterinnen und Dichtern das Thema Mutter eine bedeutende Rolle spielt.
Basieren deine Figuren auf Menschen, die du kennst, oder sind sie frei erfunden?
RR: Da ich vor allem biografisch und essayistisch arbeite, muss ich keine Figuren erfinden. Aber sie halten sich in der berühmten Schublade auf. Ob sie mal ans Tageslicht kommen, steht in den Sternen.
Schreibst du nur in einem bestimmten Genre? Welches? Was interessiert dich daran?
RR: Wie schon erwähnt, schreibe ich vorwiegend Biografisches. Mich interessieren besonders die Lebenswege der Menschen, über die ich schreibe.
Wie kamst du zum konkursbuch Verlag?
RR: Durch Empfehlung eines konkursbuch-Autors.
Was für Bücher liest du selbst gerne? Nenne ein paar deiner Lieblingsautoren.
RR: Biografien und Lyrikbände: Z.B. von Christine Lavant, Hilde Domin, Rilke, Erika Burkart, Nelly Sachs. Und Briefwechsel: Siehe nächster Punkt. Sie lassen einen noch intensiver eintauchen in das Leben der AutorInnen.
Welches Buch liest du gerade?
RR: Den Briefwechsel der Malerin Angelica Kauffmann von 1762 bis 1807. Zu dem kam ich vor Kurzem durch Zufall, weil der Titel des Buches auch mit „Mir träumte …“ beginnt. Kauffmann korrespondierte mit den Großen ihrer Zeit, u.a. auch Goethe und Klopstock. Des Weiteren „Still“. Chronik eines Mörders, von Thomas Raab und „Eine rechte Malerluft, ein wahres Malerlicht …“ von Norbert Göttler. In diesem Buch geht es um Künstlerkolonien und Malerorte in Oberbayern.
Da es ein handliches Buch ist, ist das im Moment gerade die rechte Lektüre beim U- und S-Bahn-Fahren.

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