Fragen an Autorinnen: Claudia Wessel

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Bist du hauptberuflich Schriftstellerin oder hast du noch eine andere Arbeit?
CW: Ich bin hauptberuflich Journalistin.
Wie kamst du zum Schreiben?
CW: Als Kind fand ich es so schön, in die Welt von Büchern zu flüchten. Daher wollte ich mir auch meine eigene Welt schaffen, was ich dann als Kind auch gemacht habe. Das Schreiben blieb dann einfach immer erhalten.
Was war das letzte Buch, das du veröffentlicht hast? Worum geht es? Wie kamst du auf die Storyidee?
CW: Das letzte Buch heißt „Die Bombe“ und handelt von Menschen, die trotz eines Bombenalarms nicht aus ihren Wohnungen wollen, weil sie gerade etwas „Schönes“ machen. Ich kam auf die Idee angesichts der Tatsache, dass viele Menschen eine Sucht pflegen. Ich finde, es ist auch ein bisschen satirisch.
Wie gehst du beim Schreiben vor? Hast du bestimmte Methoden, Rituale etc.?
CW: Inzwischen mache ich ein Konzept, das ist sehr erleichternd.
Basieren deine Figuren auf Menschen, die du kennst, oder sind sie frei erfunden?
CW: Sie basieren immer auf Menschen, die ich schon mal gesehen habe. Ob ich sie näher kenne, ist nicht so wichtig. Aber ich brauche ein Gesicht, um etwas hineinzuinterpretieren.
Wer ist deine liebste Figur, die du je erschaffen hast?
CW: Carlo, der fiese Sexsüchtige in „Die Bombe“.
Wie kamst du zum konkursbuch Verlag?
CW: Ich habe ein paar Geschichten hingeschickt, das war 2004. Und die Antwort von Claudia Gehrke war wunderbar, kann ich bis heute auswendig: „Ich lese gerade Ihre Geschichten und denke an ein Buch.“
Was für Bücher liest du selbst gerne?
CW: Ich lese gerne lustige und seichte Krimis, am liebsten aus dem Bayerischen. Etwa die von Jörg Maurer. Da finde ich es so schade, dass er nicht jede Woche einen veröffentlichen kann. Oder von Rita Falk. Früher fand ich „niveauvolle“ Bücher auch lesenswert, inzwischen in dieser Welt voller Horror und Terror fröne ich dem Fluchtmotiv.
Welches Buch liest du gerade?
CW: Rita Falk, Zwetschgendatschikomplott.
Hast du eine besondere Beziehung zu „Mein heimliches Auge“?
CW: Darin stand meine erste veröffentlichte Geschichte. Und Claudia Gehrke musste mich auch noch dazu überreden. Was sie netterweise getan hat. Sie hieß: „Zu dritt“. Und so hieß dann auch das erste Buch.

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