Die Wahrheit über die Homo-Lobby

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Den „Weisen von Zion“ ist in den vergangenen zehn Jahren eine kleine Freundin erwachsen: die „Homo-Lobby“. Mit ausgekochter Raffinesse setzt dieses Politluder eine schwulenpolitische Forderung nach der anderen durch, weltweit. Nicht, dass immer mehr heterosexuelle Liberale einsähen, dass die Diskriminierung Homosexueller grundlos ist und sie allein schon deshalb beseitigen möchten – nein! Höhere Mächte müssen hinter diesem beispiellosen Siegeszug stecken, anders lässt er sich für viele Konservative nicht erklären.
Unausgesprochen gilt die „Homo-Lobby“ vielen als schwuler Männerbund. Rechtskatholische Kirchenvertreter betrachten sie als linksliberale SA, die alles umballert, was sich ihr in den Weg stellt, oder, etwas freundlicher, als eine globale „Army of Lovers“, die vor und nach dem Koitus die Weltherrschaft anstrebt. Bestenfalls handelt es sich um ein geheimes Netzwerk hochintelligenter, politisch fähiger Idealisten, ähnlich der Résistance.
Die Realität könnte anders nicht sein!
Neulich habe ich Elaine getroffen, die gerade bei einem LGBTI-Bürgerrechtsverein in einer westdeutschen Großstadt jobbt. Sie ist so groß wie ich, nur mit einem ungleich breiteren Kreuz, weil sie in ihrer Jugend Leistungsschwimmer war, was sie heute, als Transfrau, bitter bereut. Wenn man ihr länger zuhört, ist man irgendwann kurz davor, eine dieser hysterischen Online-Petitionen zu starten, und zwar für die Schließung von Schwimmbädern.
Elaine ist nicht nett. Sie ist eine abgelebte bösartige Person, die niemals das Wohlwollen des liberalen heterosexuellen Establishments erränge. Mit Vorliebe lästert sie über Bio-Frauen, wie hässlich die doch wären, geschmacklos angezogen, nuttig geschminkt. Aber Elaine ist eines, street smart. Sie lässt sich nicht verarschen. Ich ziehe sie im Gespräch jeder Bürgerlichen vor.
Jedenfalls fragte ich Elaine, wie ihr der Verein denn gefalle. Sie resümierte nach kurzer Denkpause:
„Ick bin die Einzije, die da kinetisch arbeitet, wa?“ Die anderen säßen den lieben langen Tag und telefonierten – eine der Frauen zum Beispiel mit einem Katzenschutzverein.
Sieht so eine Weltverschwörung aus? Ich bitte Sie, verehrte Bischöfe!
Henrike Lang

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