Bücher sind wie Erinnerungen

| Keine Kommentare

Bücher haben ihren Ort im eigenen Leben wie Erinnerungen, wie bestimmte Menschen, wie Bilder und Dinge. Erinnerungen tauchen auf und ab und wieder auf, Bilder und Dinge hängen und stehen treu um mich herum, bestimmte Menschen will ich niemals verlieren.
Die Bücher halten sich gedrängt in den Regalen. Rücken an Rücken, Etage für Etage sind sie nicht nur Zeugen einer gewissen Belesenheit, sondern ihr Vorhandensein schafft auch Atmosphäre.
Die meisten meiner Bücher habe ich nur einmal gelesen und dann auf ihren Platz geschoben, thematisch und alphabetisch geordnet: Sachbuch, Belletristik, Bildbände. Belletristik geordnet nach deutschen und internationalen Büchern. Die Sachbücher habe ich noch unterteilt nach Philosophie, Politik und sonstigem.
Es gibt übrigens auch ein breites, allmählich zu eng werdendes Regalfach für Romane und Erzählbände von Autorinnen- und Autorenfreunden. Das Verrückte ist, dass ich trotz der Ordnung manchmal ärgerlich nach einem Buch suche.
Vor ein paar Jahren, als ich in eine kleinere Wohnung umziehen wollte, trennte ich mich von über einem halben Zentner belletristischer Bücher, wissend, dass sie bei Oxfam nicht nur einem guten Zweck dienen, sondern auch andere Leser finden werden. Eine kleinere Wohnung fand ich nicht, blieb also, bereute jedoch nicht meine Trennung.
Bücher verfügen über die Eigenschaft aufzutauchen, zu bleiben und zu verschwinden. Wie Erinnerungen.
Sigrun Casper

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: