24. August 2016
von Sunita Sukhana
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Fragen an Künstler: Rinaldo Hopf

Bist du hauptberuflich Künstler oder hast du noch einen anderen Beruf?
RH: Hauptberuflich.
Wann und warum hast du angefangen, Kunst zu machen, und wie hast du dieses Hobby professionalisiert?
RH: Ich war von klein auf kreativ, mein Vater hat mir beigebracht, nach Modellen zu zeichnen. Auf dem humanistischen Gymnasium im heimatlichen Freiburg wurde ich künstlerisch gefördert. Mit zwanzig habe ich dann in San Francisco angefangen, Kunst zu studieren, zuerst bei einem alten chinesischen Meister. Ein paar Jahre habe ich zwischendurch als Therapeut in der forensischen Psychiatrie gearbeitet, seit 1987 nur noch als freier Künstler.
Hast du Bildbände veröffentlicht? Zu welchen Themen?
RH: Zwei Bände mit erotischen Fotos, „Subversiv“: Porträts aus der internationalen queeren Kunstwelt , und „Amore“: Bilder meines Partners Fox aus 10 Jahren. Sowie einen Kunstband „Trickster“ mit Werken seit 1968, als ich mit 13 die „Installation“ „Moulin Rouge“ bastelte.
Mit welcher Art von Kunst (Zeichnungen, Malereien, Skulpturen etc.), welchen Materialien und welchen Stilen arbeitest du am liebsten und warum?
RH: Am liebsten male, zeichne und fotografiere ich Menschen, die mich aus irgendeinem Grund inspirieren oder begeistern. Am liebsten male ich auf Papieren aller Art, die ich gerne zu wandfüllenden Bildern zusammensetze.
Wie kamst du zum konkursbuch Verlag?
RH: Mein Dichterfreund Mario Wirz machte mich auf die Verlegerin Claudia Gehrke aufmerksam, und wir hatten dann gleich einen guten Kontakt miteinander.
Wer oder was inspiriert dich bei deiner Arbeit? Gerne kannst du auch ein paar Künstler nennen, die deine Arbeit beeinflussen.
RH: Mythen, Beziehungen, Schönheit und Chaos. Ich hatte immer einen guten Draht zu Dichtern und Schriftstellern, zu verstorbenen wie Klaus Mann, Cocteau und Pasolini – und zu Freunden wie Arnold Stadler und eben Mario Wirz. Und dann sind da natürlich besonders Andy Warhol und David Hockney zu nennen.
Arbeitest du gerade an einem besonderen Projekt?
RH: Im Frühjahr war ich zum ersten Mal auf Kuba, was für mich sehr aufregend war. Seither verarbeite ich meine vielen widersprüchlichen Eindrücke: Sklavenhandel (Kuba war zentraler Umschlagplatz für die Sklaven aus Afrika) – Tanz – Revolution.
Hast du eine besondere Beziehung zu „Mein heimliches Auge“ bzw. „Mein schwules Auge“ oder „Mein lesbisches Auge“? Erzähle kurz von deiner Arbeit für die Jahrbücher.
RH: Natürlich habe ich als Mitherausgeber von „Mein schwules Auge“ eine sehr intensive Beziehung zu dieser Reihe. Dieses Jahr gebe ich gemeinsam mit meinem Kollegen, dem Journalisten und Autor Axel Schock, die elfte Nummer heraus, das sind insgesamt 11×320 Seiten = 3520 Seiten in 10 Jahren! Kaum zu glauben, wenn ich das so aufschreibe, aber jede einzelne Seite will perfekt gestaltet sein! Der Kontakt mit den vielen schwulen Künstlern in aller Welt ist für mich spannend und fruchtbar – der administrative Teil mühsam und langweilig. Aber das ist ja normal.

10. August 2016
von Sunita Sukhana
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Fragen an Sängerinnen: Eleonore Hochmuth

Bist du hauptberuflich Musikerin, oder hast du noch einen anderen Beruf?
EH: Ich habe noch einen anderen Beruf.
Was genau machst du (singen, Instrument, etc.)? Welchen Musikstil praktizierst du?
EH: Ich singe Chansons.
Wann und warum hast du damit angefangen, und wie hast du es professionalisiert? Wie und wo hast du es erlernt?
EH: Ich habe eher zufällig vor 10 Jahren damit begonnen, wurde „reingeschubst“, seitdem nehme ich in Tübingen Gesangsunterricht. Die positive Resonanz des Publikums auf meine Stimme und Liedauswahl hat mich dann Schritt um Schritt in die Professionalität gebracht.
Wie fühlst du dich vor, während und nach einer Show? Was macht dich nervös? Was macht dir besonders Spaß?
EH: Ich bin davor wahnsinnig aufgeregt, frage mich jedes Mal, warum ich mir diesen Stress antue, auf der Bühne teile ich dann meine Gefühle mit dem Publikum, und das ist das Schöne vor, nach und während des Singens, man trifft auf Menschen, die genau das teilen, was auch mich bewegt.
Wie kamst du zum konkursbuch Verlag bzw. zu der Show Love Bites?
EH: Claudia Gehrke hat mich singen gehört, und sie wiederum wurde mir empfohlen, ich schrieb ihr eine Mail, dass ich gerne in ihrer Show singen würde (jedoch, ohne mich auszuziehen), sie sagte zu meiner Freude zu.
[Anmerkung: Die Autorinnen müssen sich bei den Love Bites übrigens auch nicht ausziehen!]
Wer oder was inspiriert dich bei deiner Arbeit?
EH: Zuallererst inspirieren mich die Interpreten selbst, deren Lieder ich singe, ihre Texte, ihr Ausdruck, das Gefühl, das sie in mir auslösen.

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